Lexikon
Das kleine Baustofflexikon
Fachausdrücke sind so eine Sache für sich: Fachleute benutzen sie wie selbstverständlich und achten häufig nicht darauf, ob ihr Gegenüber sie auch versteht. Wir haben hier die häufigst auftauchenden Fachbegriffe aufgezeigt, helfen Ihnen jedoch über unsere Service – Hotline 0800 - 10 50 500 bei auftretenden Fragen. Rufen Sie uns einfach an, oder kommen Sie vorbei und lassen sich Ihre Fragen am Original erklären. Wir freuen uns auf Sie!
A
Abbinden
Verfestigung von Mörtel oder Beton durch chemische Reaktion von Wasser und Bindemittel. Erste Phase = Erstarren, zweite Phase = Erhärten.
Abbindezeit
Zeit vom Erstellen bis zum endgültigen Erhärten von Mörtel oder Beton.
Abdichtung
Siehe Bauabdichtung.
Abriebgruppe
Klassifikation von Steinzeugfliesen nach ihrer Abrieb-Festigkeit. Die Einteilung erfolgt in fünf Gruppen, wobei Gruppe I die geringste und Gruppe v die höchste Abrieb-Festigkeit aufweist.
Absanden
Auflösender Mörtel oder Beton durch fehlerhafte Zusammensetzung z. B. von Bindemittel und Wasser; oder durch Witterungseinflüsse wie Frost.
Armierung
Einlage oder Auflage zur Verstärkung eines Baustoffes z. B. Stahleinlage in Beton, auch Bewehrung genannt.
Ausgleichsmasse
Mörtel- oder Spachtelmasse zum Ausgleich von Fußbodenunebenheiten. Besonders praktisch sind selbstverlaufende Ausgleichsmassen, die nach grober Verteilung selbständig zu ebenen Flächen verlaufen.
B
Bauabdichtung
Abdichtung wassergefährdeter Bauwerkszonen durch geeignete Dichtmittel wie Dichtmörtel, Isolierungen, Dichtschlämmen, Anstriche, Beschichtungen oder Folien. Infolge mangelder Abdichtungen eingringendes Wasser verschlechtert zunächst die Dämm-Eigenschaften und führt zu Zersetzung oder Beschädigungen von Baumaterialien.
Beton
Gemisch aus Bindemittel, Zuschlagstoff und Wasser. Je nach Zusammensetzung, Herstellunsweise, Verarbeitung oder Beanspruchung wird zwischen verschiedenen Sorten unterschieden.
Betonnest
Hohlraum im Beton infolge nicht ausreienden Verdichtens beim Einbringen in die Verschalung. Betonnester entstehen auch durch ungenügend gemischten Beton oder falsche Körnung der Þ Zuschlagstoffe.
Bewegungsfuge
Fuge zwischen zwei Bauteilen, die Dehnungen, Setzungen und dkl. Ermöglicht, so daß keine schädlichen Spannungen an den Bauteilen auftreten können.
Bewehrung
Siehe Armierung.
Bindemittel
Mittel zur Bindung verschiedener Stoffe in einem Gemisch. Bindemittel sind z. B. Kalk oder Zement in Mörtel und Beton, Leim, Kunstharz oder Öl in Anstrichen.
Biodämmstoff
Ökologischer Baustoff aus nachwachsenden Rohstoffen wie Schafwolle, Holzfasern oder Baumwolle.
Bitumen
Natürlich vorkommende oder durch Erdöl-Aufbereitung gewonnene Masse, zähfließend bis fest, schmelzbar. Wird im Straßenbau und zur Abdichtung von Bauteilen sowie für Dachplatten verwendet.
Blähton
Hochwertiger Spezialton wird gemahlen und anschließend bei ca. 1.200° C gebrannt und dabei gleichzeitig gebläht. Das Ergebnis sind annähernd runde Körner mit geschlossener Oberfläche, aber vielen eingeschlossenen Luftzellen im Inneren, die für die gute Wärmedämmung sorgen. Wird zu Steinen weiterverarbeitet oder als Schüttung in Fußböden eingesetzt. Wird auch für Bepflanzung mit guter Wasserspeicherung verwendet.
Blindfußboden
Bretterlage, die als Untergrunde für Parkettboden dient.
Brandschutztür
Tür mit festgelegten Konstruktionsmerkmalen nach DIN, die baubehördliche Zulassung ist auf dem Typenschild vermerkt. Brandschutztüren sind vorgeschrieben z. B. für Heizungskeller oder Räumen wo die Tanks aufgestellt sind.
Brandschutzwand
Wand mit festgelegten Konstruktionsmerkmalen nach DIN, vornehmlich zum abtrennen von Wohnungen vorgeschrieben.
D
Dachstein
Dachsteine sind in der Form den Þ Dachziegeln nachempfunden, jedoch aus Beton hergestellt. Meist werden komplette Systeme angeboten, mit allen nötigen Formteilen und Ergänzungen.
Dachziegel
Sind aus gebranntem Ton hergestellt.
Dämmung
Dämmung wird nach Wärmedämmung und Schalldämmung unterschieden.
Den Universal-Dämmstoff für Wärme- und Schalldämmung gibt es nicht, denn während leichte und poröse Dämmstoffe besonders gut wärmedämmend sind, weisen schwere und dichte Dämmstoffe den besseren Schallschutz auf. Dieses Problem läßt sich durch die Kombination unterschiedlicher Dämmstoffe lösen.
Bei der Außendämmung unterscheidet man zwischen Kerndämmung, die direkt auf das Mauerwerk verlegt wird, und der Dämmung mit hinterlüfteter Fassade, bei der zwischen Fassade und Dämmschicht ca. 2 cm Luftraum frei bleiben.
Bei der Fassadendämmung mit Vollwärmeschutz (VWS)-Systemen
kann die aufgebrachte Dämmung direkt verputzt oder mit Flachverblendern versehen werden. Ein Hinterlüftungsabstand oder zusätzliches Vormauerwerk sind nicht nötig. VWS-Systeme sind deshalb besonders für die Altbau-Renovierung geeignet. Sie werden auch als Wärmedämm-Verbundsysteme bezeichnet.
VWS- Systeme bestehen aus genau aufeinander abgestimmten Komponenten, i. d. R. Dämmaterial und Träger für Putz oder Flachverblender.
Die Wärme- und Þ Trittschalldämmung von Böden gewinnt gerade als Renovierungs-Maßnahme an Bedeutung, z. B. bei den zunehmenden Ausbauten von Dachgeschossen.
Gleiches gilt für die Wärmedämmung des Dachgeschosses. Vergleichbar der Außendämmung, unterscheidet man auch hier zwischen einer Zwischensparrendämmung mit Hinterlüftung und einer Sparrenvolldämmung, also ohne Hinterlüftung.
Die Aufsparrendämmung bietet durch eine Verlegung der Wärmedämmung oberhalb der Sparren die Möglichkeit, Wohnräumen unterm Dach besondere Akzente zu verleihen, durch sichtbare Sparren und eine Schalung aus Nut- und Federbrettern.
Die Rohrisolierung wird oft noch viel zu wenig beachtet. Dabei führt die Isolierung von Heißwasser-Rohren – vor allem im Kellerbereich – zu bedeutender Energie-Einsparung und läßt sich mit geringem Aufwand durchführen.
Dampfsperre
Die Dampfsperre verhindert das Eindringen von Wasserdampf in Materialien, die gegen Feuchtigkeit anfällig sind (Verrottung) oder deren Funktion bei Durchfeuchtung herabgesetzt ist. Die Dampfsperre wird bei der Innendämmung von Außenwänden oder Dächern auf der dem Raum zugewandten Seite angebracht. Nur so kann sie das Eindringen des im warmen Hausinneren entstehenden Wasserdampfes in die Dämmung unterbinden.
Dichtmörtel
Siehe Bauabdichtung.
Dichtschlämme
Siehe Bauabdichtung.
Dichtungsmasse
Im Gegensatz zu Fugenmassen dauerhaft plastische oder elastische Massen auf Acryl- oder Silikonbasis. Wird verarbeitungsfertig in Kartuschen geliefert und direkt in die Fugen gespritzt.
Dickbettverfahren
Verfahren, bei dem Fliesen, Steinplatten etc. in einer Mörtelschicht verlegt werden. Dadurch können Unebenheiten des Untergrundes ausgeglichen werden. Diese Methode erfordert jedoch viel Übung und kann meist nur vom Fachmann ausgeführt werden.
Diffusion
Durchgang von Wasserdampf oder Gasen durch Stoffe.
DIN
Bis 1975 Abkürzung für „ Deutsche Industrie-Norm“, seither Abkürzung für
„ Deutsches Institut für Normung e. V.“ DIN-Normen regeln u. a. die Beschaffenheit von Baustoffen und die Ausführung von Bauleistungen.
Dränage (Drainage)
Mit diesem Begriff werden alle Maßnahmen zusammengefaßt, die Oberflächenwasser oder Stauwasser (z.B. entstanden durch Hangwasser) vom Bau ableiten.
Um eine gut funktionierende Ableitung des Oberflächenwassers von gepflasterten Flächen zu gewährleisten, müssen entsprechende Entwässerungsrinnen eingebaut werden.
An der Kellerwand leiten Dränmatten oder Dränplatten das Wasser ab. Um das Wasser von Feststoffen zu befreien, sind Dränmatten in der Regel mit einer Filterschicht versehen, Die Filterung kann auch durch ein zusätzliches Filtervlies übernommen werden.
Das abgeleitete Wasser wird in Dränrohren gesammelt und abgeführt. Dränrohre mit einem Filtermantel (Kunststoff- oder Kokos-Faser) werden als Vollfilterrohre bezeichnet. Unter Fliesenbelägen von Balkonen und Terrassen sorgt eine Flächendränage (Dränmatte) für die Ableitung von eindringendem Sickerwasser.
Drempel
Außenwand oder besser Höhe (Kniestock) eines Dachraumes zwischen der Decke des obersten Geschosses und dem untersten Punkt der Dachkonstruktion des geneigten Daches.
Drückendes Wasser
Hochstehendes Wasser (z.B. Hangwasser), das Druck auf ein Bauwerk ausübt (Dränage, Nichtdrückendes Wasser).
Dünnbettverfahren
Verfahren, bei dem Fliesen, Naturstein und ähnliche Materialien nicht mehr im Mörtelbett, sondern mit speziell dafür vorgesehenen Klebern verlegt werden. Auch für den Laien einfache, gut zu handhabende und preiswerte Methode.
E
Einfriedung
Grundstücksbegrenzung mit Zäunen, Mauern oder Hecken.
Engobe
Eingebrannter Überzug, z. B. auf Dachziegeln aus eingefärbter Tonschlämme, die vor dem Brand durch Tauchen oder Spritzen aufgebracht wird.
Estrich
Estrich ist der Träger für den eigentlichen Fußbodenbelag. Er wird entweder naß (Zement-, Asphalt-, Kunstharzestrich) oder als Trockenestrich (Estrichplatten in Tafelform) auf die Rohdecke aufgebracht und ergibt eine glatte Oberfläche, auf die dann PVC, Teppichboden, Parkett, keramische Platten, Naturstein etc. aufgebracht werden. Schwimmender Estrich wird auf einer Unterlage aus Dämmplatten verlegt, die auch an den Wänden bis zur Estrichoberkante angebracht werden. So gibt es dann nirgendwo eine Verbindung von Estrich und Baukörper, der Estrich schwimmt vielmehr auf dem Dämmaterial. Das ergibt die beste Þ Trittschalldämmung.
F
Falz
Einfacher oder mehrfacher Ausschnitt an den Kanten eines Werkstückes als Anschlag oder Überlappung.
Fase
Abgeschrägte Kante an einem Werkstück, wodurch scharfe Kanten oder ein Absplittern bzw. –bröckeln vermieden werden.
Faserzement
Material zur Herstellung von zementgebundenen, mit Fasern armierten Platten in unterschiedlichen Farben, Formen und Größen. Wird zur Dacheindeckung und für Fassaden verwendet.
Fertigbaustoffe
Mörtel, Putze, Betons etc., die im trockenen Zustand bereits optimal aus den einzelnen Bestandteilen zusammengemischt sind. Mischfehler werden vermieden, da nur noch Wasser zuzusetzen sind.
Fertig Parkett
Parkett, das in handlichen, vorgefertigten und bereits endversiegelten Elementen geliefert wird und deshalb auch vom Selbermacher einfach zu verarbeiten ist.
Feuerwiderstandsklasse
Klassifizierung der Feuerwiderstandsdauer eines Bauteiles (z. B. Tür). Die Einteilung erfolgt in fünf Feuerwiderstandsklassen ( nach DIN 4102) F 30; F 60; F 120; F 180. Die Zahl gibt jeweils die Mindestwiderstandsdauer in Minuten an, so bedeutet z. B. F 30, daß das Bauteil einem Feuer mindestens 30 Minuten widersteht.
First
Höchster Punkt eines Daches, verläuft von Giebel zu Giebel. Siehe Giebelstein.
Flachkanal-System
Besonders flache und daher platzsparende Kunststoffrohre zur Be- und Entlüftung. Einfache Verlegung durch passende Formteile und Übergangsstücke.
FH-Tür
Kurzbegriff für feuerhemmende Tür. FH-Türen müssen über nach DIN festgelegte Konstruktionsmerkmale verfügen.
Förderungsmittel
Der Hausbau kann ebenso wie Maßnahmen zur Modernisierung oder Energie-Einsparung mit öffentlichen Mitteln gefördert werden. Förderungsformen sind z. B. Steuervergünstigungen, Darlehen oder Beihilfen. Geregelt wird die Förderung nicht nur durch Bundesgesetze, sondern auch durch zusätzliche Gesetze, Verordnungen und Fördergrogramme der einzelnen Bundesländer.
Fries
Die Unterteilung eines Tür- oder Fensterrahmens zur Gestaltung oder Aussteifung, z. B. mit senkrechtem, Mittel-, waagerechtem oder Querfries.
Furnier
Dünnes Blattholz, das durch Schälen, Schneiden oder Sägen vom Baumstamm abgetrennt wird.
Fußleiste
Holz- oder Kunststoffleiste zum Abdecken der Fuge zwischen Wand und Bodenbelag.
G
Gehrungswinkel
Der Winkel, in dem Holz schräg angeschnitten wird, um es beispielsweise zu Eckverbindungen zusammenzusetzen.
Gipsestrich
Estrich mit Gips als Bindemittel.
Gipsfaserplatte
Gipsplatte mit eingebetteten Cellulosefasern zur Stabilisierung. Verwendung als Wand- und Deckenbekleidung.
Grat
Geneigte Schnittlinie zweier zusammentreffender Dachflächen. Schnittkante z. B. an Eisenflächen nach Sägen oder Schlagschneiden. Oft scharf, wird mit Feile oder Klinge entfernt.
Gully
Ablauf für Dach-, Hof- oder Straßenflächen mit Zuführung zur Kanalisation.
H
Handlauf
An Wänden oder Brüstungen befestigter oder den Abschluß eines Treppengeländers bildender Halt, bzw. Führungshilfe zum Umgreifen.
Hausanschluß
Anschluß sämtlicher Installationen wie Gas, Wasser, Elektro, Telefon oder Kabel an das öffentliche Netz.
Hinterlüftung
Belüfteter Hohlraum zwischen einer Verkleidung und einer Wärmegedämmten Wandkonstruktion zu Vermeidung von Schwitzswasser.
Hohlkehle
Konkaves Profil in Holz, Stein oder Beton.
HT-Rohre
Grau eingefärbte Kunststoff-Abwasserrohre für die Abwasser-Entsorgung innerhalb des Hauses.
Imprägnierung
Behandlung z. B. mit Holzschutzmittel. Bei Nadelholz im Witterungseinfluss unverzichtbar als Schutz vor Pilzen. Tauch- und Streichimprägnierung ist am billigsten, dringt aber kaum in das Holz ein. Kesseldruck- und Vakuumimprägnierung sind teuer aber sehr wirksam. Letztere können auch farblos eingebracht werden.
Isolieranstrich
Sperranstrich, um schädlichem Einwirken von z. B. Schimmel, Wasser, Rauch oder Ausblähungen auf einen Untergrund entgegenzuwirken.
J
Jalousie
Fensterschutz gegen Sonnenlicht, z. T. auch gegen Einbruch und als Kälteschutz, Rolladen. Für innen und außen erhältlich. Aus Metall, Holz oder Kunststoff.
K
Kalksandstein
Kalk und Sand werden in Form gepreßt und unter Dampfdruck gehärtet. Kalksandstein gibt es unterschiedlichen Formaten und Rohdichten bzw. Druckfestigkeiten, für Fassaden auch als frostfeste Vormauersteine oder Verblender. Verwendung für tragende Wände. Guter Schallschutz, hohe statische Belastbarkeit. Geringe Wärmedämmung. Siehe Wärmebrücke.
Kältebrücke
Siehe Wärmebrücke.
Kantholz
Laut DIN Bauholz mit rechteckigem oder quadratischem Querschnitt von 6/10 bis 18/18 cm.
Kerndämmung
Wärmedämmung einer zweischaligen Wandkonstruktion mit Lage der Dämmung zwischen den Wandschalen, mit oder ohne Luftschicht zwischen Außenschale und Dämmstoff. Aus bauphysikalischen Gründen dürfen bei der Kerndämmung ohne Hinterlüftung nur Dämmstoffe verwendet werden, die praktisch kein Wasser aufnehmen und einen hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand aufweisen.
Kerntrennung
Genau mittiges Aufschneiden/Trennen eines Balkens. Der Kern befindet sich so außerhalb der Balkenhälften. Da das Holzwachstum nicht exakt gerade verläuft, kann sich der Kern an einem Ende kerngetrennter Balken trotzdem innerhalb des Holzes befinden. Wird angewendet, um Rissbildung zu verringern.
KG-Rohre
Orangebraun eingefärbte Kunststoff-Abwasserrohre für die Abwasser-Beseitigung außerhalb des Hauses, im Erdbereich.
Körnung
Angabe des kleinsten und des größten Korndurchmessers (in mm) einer Sand- oder Kiesmischung bzw. von zerkleinerten Stoffen; z. B 0-2 er Sand für Anmischung von Putzmörtel.
Kondenswasser
Die sich beim Abkühlen an kalten Bauteilen oder in kalten Baustoffen zu Wasser verflüssigende (kondensierende) Luftfeuchtigkeit. Das Entstehen von Kondenswasser wird durch die Verwendung von z. B, Baustoffen mit hohem Wärmedurchlaßwiderstand, Isolierglas, anordnen von Wärmedämmschichten usw. verhindert. Da sich die Wärmedämmfähigkeit vieler Dämmstoffe bei Einwirkung von Feuchtigkeit reduziert bzw. verlorengeht, müssen dampfundurchlässige Baustoffe oder
Þ Dampfsperren die Dämmstoffe vor Kondensation der Luftfeuchtigkeit innerhalb der Dämmschicht schützen.
Konterlattung
Zweite Lattung, die im rechten Winkel zur Grundlattung verläuft (siehe Lattung). Z. B. wird unter die Dachlatten eine Konterlattung parallel zu den Dachbalken auf die Dachfolie genagelt, um mehr Belüftungsabstand zwischen Davhfolie und Dachsteinen herzustellen.
Kunststeinplatte
Platte für Wege und Terrassen, die unter Verwendung von gebrochenem Naturstein mit Bindemitteln in gleichmäßigen, ebenen und deshalb leicht zu verarbeitenden Formen hergestellt wird.
K-Wert (Wärmedurchgangszahl)
Maßeinheit für den Energieverlust durch ein Bauteil bzw. einen Baustoff. Gibt die Energiemenge an, die unter genau festgelegten Bedingungen verlorengeht, ermöglicht so den energietechnischen Vergleich verschiedener Stoffe. Kleiner Wert = gute Dämmung. Definition: die Wärmemenge, die innerhalb einer Stunde durch 1 m² einer 1 m dicken Materialschicht bei einem Temperaturunterschied beider Oberflächen von 1° C von der warmen zur kalten Seite abfließt; z. B. ist der K-Wert besonders isolierter Scheiben kleiner als 1,3.
L
Lasur
Nichtdeckender Anstrich, offenporig, der dem Holz die Atmungsfähigkeit erhält und damit eine Feuchtigkeitsregulierung sicherstellt. Im Innen- und Außenbereich. Schutzlasur z. B. läßt Regenwasser abperlen, aber das Holz kann Feuchtigkeit abgeben. Für Luftfeuchtigkeit (Wasserdampf) durchlässig. Hebt die Holzstruktur hervor.
Lattung
Parallele, gleichmäßige Anordnung von Holzlatten als Unterkonstruktion oder zur Befestigung von Dachziegeln, Verkleidungen, Profilbrettern, Fassadenplatten und dergleichen.
Leerrohr
Flexibles oder starres Kunststoff- oder auch Metallrohr für die Unterputz-Verlegung. Dient zur nachträglichen Aufnahme von Kabeln für Elektrik, Telefon, Kabel-TV usw.
Leibung (Laibung)
Innere, seitliche Wandflächen einer Tür-/Fensteröffnung oder Nische.
Leichtmauermörtel (Wärmedämm-Mörtel)
Mörtel aus Ton oder mineralischen Leitzusätzen und Bindemitteln, der das Wärmedämmverhalten der Fugen dem eigentlichen Wandbaustoff annähert, um die Fugen als Þ Kältebrücken weitestgehend auszuschließen.
Lichtes Maß (Lichtmaß)
Abmessung zwischen zwei Begrenzungen: eines Raumes oder einer Öffnung in Wand oder Decke.
Lochziegel
Baustoff aus Ton mit spezieller Lochung. Gute Wärmedämmwerte, da die Wärme hauptsächlich im Material um die Löcher herum abfließt. Dadurch verlängert sich der Wärmeweg.
M
Magerbeton
Beton mit geringem Zementgehalt, für druckfeste Auffüllungen.
Mauerverbinder
Verbindungselement bei der Anwendung der Stumpfstoßtechnik im Mauerwerksbau. Außen- und Innenwände können dabei ohne Verzahnung hochgezogen werden.
Mauerziegel
Aus Ton gebrannter Mauerstein mit unterschiedlicher Druckfestigkeit, am härtesten als Klinker. Für Hintermauerwerk meist als Lochziegel.
Mehrzweckleiter
Universell einsetzbare Leiter, meist dreiteilig, die als Steh-, Treppenleiter und evtl. auch als Arbeitsbühne genutzt werden kann.
Mineralfaser
Grundstoff für viel verwendete Dämmaterialien in unterschiedlichen Formen, Festigkeiten und Wärmeleitfähigkeitsgruppen. Die Dämmwirkung beruht – ähnlich wie bei einem Pullover – darauf, daß mit den Fasern unendlich viele, winzige Luftpölsterchen eingeschlossen werden. Verwendung für die Dämmung von Außenmauerwerk, Geschoßdecken, Trennwänden, Steildächern. Als Klemmfilz, Rollen und Plattenware. Heute auch unbedenklich für die Gesundheit (Rockwool).
Mischsystem
Entwässerungssystem, in dem Schmutz- und Regenwasser in gemeinsamer Leitung bzw. gemeinsamen Kanal abgeführt werden.
Mörtel
Gemisch aus Sand und Bindemitteln, z. B. Kalk, Zement, Gips etc. Mörtel wird zum Verbinden der Mauersteine und Ansetzen von Fliesen verwendet, ist wichtiger Bestandteil bei Putzen und Þ Estrich. Heute oft als Fertigmörtel, bei dem die Bestandteile in Pulverform schon gemischt sind, so daß nur noch Wasser zugesetzt werden muß.
Mörtelgruppe
Bezeichnet das Mischungsverhältnis von Bindemittel und Zuschlagstoff bei Mörtel. Unterscheidung nach Mörtelgruppen I,II und III. Die Zulässigkeit der einzelnen Mörtelgruppen für bestimmte Bauteile und Belastungen ist nach DIN festgelegt.
MZ-Tür
(Mehrzweck-Tür.) Einbaufertiges Türelement rechts/links verwendbar. Doppelwandiges Türblatt mit innerer Stahlverstärkung und wärmedämmender Isolierung. Material: verzinkt und grundiert, auch mit Fertiglackierung. Einsatz sowohl im Innenbereich wie auch als Außentür. Dort meist für Keller, Garagen, Nebengebäude.
N
Nest
Siehe Betonnest.
Nichtdrückendes Wasser
Wasser, das durch aufsteigendes bzw. seitliche Feuchtigkeit oder Sickerung auf die erdverbundenen Bauteile, z. B. Kelleraußenwände, einwirkt. Þ Drückendes Wasser
Niedrigenergiehaus
Nicht genormter Begriff für besonders gut isolierte Häuser, oft falsch angewandt. Der Begriff entstand durch die WSVO und eine Bauförderung von Häusern, deren Energiebedarf um 25 % niedriger (daher der Begriff) als der in der SWVO festgelegte Grenzwert ist. Siehe Passivhaus.
Norm
Siehe DIN.
Nut-und-Feder-System
Zum fugenlosen Zusammensetzen von Bauteilen oder Werkstücken (z. B. Holz, Deckenplatten). Die Feder – eine schmale Leiste – wird in die Nut – eine rechteckige, rillenförmige Vertiefung – eingeschoben. Systeme mit 1-fach Nut/Feder sind robuster und leichter zu verarbeiten als Doppel- u. Mehrfachnuten. Bei Blockbohlen kann sich Wasser zwischen den Federn sammeln.
O
Ortbeton
Direkt auf der Baustelle gemischter, eingebrachter und erhärtender Beton.
Ortgang
Rand an der Giebelseite eines geneigten Daches. Letzter, speziell winklig geformter Dachstein an der Giebelseite: teuer, bei Billigfabrikaten oft aus eingefärbtem Blech, das schnell verbleicht.
P
Paneel
Material zur Vertäfelung von Decken und Wänden im Innenbereich. Meistens Spanplatten als Trägermaterial, Oberflächen aus Echtholz-Furnieren oder Kunststoff.
Passivhaus
Neuer Begriff für Häuser mit extrem niedrigem Gesamtenergiebedarf. Es werden alle Energiearten zusammengerechnet. Ist durch herkömmliche Bauweise nicht zu erreichen, zusätzliche Technik ist erforderlich, z. B. Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Solarzellen, Wärmepumpen etc..
PE
Polyethylen (Polyäthylen), thermoplastischer Kunststoff, wird verwendet für Abwasser-, Kaltwasser-, Elektro-Instalationsrohre, Folien. Sehr haltbar und dicht.
Pergola
Stützen und Balken mit aufgelegten Kanthölzern, Lamellen o. ä.. Die Pergola wird als offene, raumbildende Begrenzung in Gärten eingesetzt. In Verbindung mit Rankgittern auch als Sichtschutz für die Terrasse oder in Tor-Form als Eingangspergola.
Poyethylen
Siehe PE.
Polystyrol (PS) Hartschaum
Dämmstoff, bei dem durch Aufschäumen von Polystyrol winzige Hohlräume geschaffen werden, die die Luft einschließen, worauf die Dämmwirkung beruht. Verwendung zur Wärmedämmung, als Trittschalldämmung sowie als sichtbare Bekleidung. Giftige Dämpfe bei Herstellung.
Polyurethan
Siehe PUR.
Porenbeton
Feingemahlener Sand, Kalk, Zement, Wasser und Aluminiumpulver werden sorgfältig gemischt und in Formen zum Auftreiben gebracht, wobei sich die für das gute Dämmverhalten wichtigen Poren bilden. Die fertig zugeschnittenen Platten werden anschließend dampfgehärtet. Das Ergebnis ist eine unverrottbarer, leichter, aber tragfähiger Baustoff, der sich leicht bearbeiten läßt (Ytong).
Porphyr
Naturstein vulkanischen Ursprungs, als Polygonalplatte (unbearbeitet, daher unregelmäßig) und bearbeitete Platte, Pflaster- und Mauerstein verwendbar, In grauen, violetten und rötlichen Tönen, in verschiedenen Stärken.
Profilholz
Holz in Brettform, das mit Nut und Feder versehen ist und ein charakteristisches Profil aufweist. Sehr einfach und sicher zu verarbeiten. Wird aus vielen unterschiedlichen Holzsorten und in diversen Profilformen hergestellt. Z. B. auch in Form von Blockbohlen halber Stärke als Wandverkleidung.
PS
Siehe Polystyrol.
Pumpbeton
Geschmeidiger Beton, der mit einer Pumpe durch Schläuche auf der Baustelle eingebracht wird.
PUR
Polyurethan, duroplastischer Kunstoff, harter oder weicher Hartschaum.
Putz
Beschichtung, die Außen- und Innenwände schützt.
Kunststoffputz ist sehr variabel, was die Strukturen und Farbtöne angeht. Er ist meist schon verarbeitungsfertig, wetterbeständig, scheuerfest, strapazierfähig und wasserdampfdurchlässig.
Mineralputz ist sehr widerstandsfähig gegen Witterungsbelastungen. Mineralische Zuschlagstoffe (z. B. Sand, Quarz, Marmor oder Sandstein) bestimmen Härte, Struktur und Festigkeit. Spezielle Zusätze sorgen für leichte Verarbeitung und gute Haftung.
Gipsputz wirkt raumklimatisierend, da er höhere Luftfeuchtigkeit aufnimmt, speichert und bei trockener Raumluft wieder abgibt.
Putzträger
Baustoffe für die bessere Putzhaftung, z. B. Drahtgeflechte, Rohrgewebe, Streckmetall.
PVC
Polyvinylchlorid, thermoplastischer Kunststoff, wird verwendet für Dichtungen, Bodenbeläge, Rohre, Fensterprofile und dergleichen. Lässt sich nur mit Spezialklebern verbinden.
Q
Querfries
Siehe Fries.
R
Raenstein
Gitterförmiger, flacher Betonstein. Dient zur Befestigung begeh- und befahrbarer Grünflächen, der rasen kann jedoch durch die Gittermaschen hindurchwachsen, wird aber nicht zerdrückt, da die Maschenstege den Druck aufnehmen und ins Erdreich leiten.
Raumspartreppe
Treppe, bei der die Stufentiefe jeweils im Wechsel vermindert ist, so daß eine größere Steigung auf kürzester Strecke erreicht wird. Wird bei nachträglichem Dachbodenausbau in die bestehende Lukenöffnung eingesetzt.
Regenfallrohr
Senkrechtes Blech- oder Kunststoffrohr zum Ableiten des Regenwassers von Dächern, Balkonen, Carports etc.
Riemchen (Flachverblender)
Ca. 4 – 5 mm dicke, längliche Klinker-, Keramik-, Naturstein- oder Ziegelplatten. Werden ähnlich wie Fliesen auf den Untergrund geklebt. Guter, langlebiger Witterungsschutz für Fassaden, rustikales Gestaltungsmittel für Innenwände.
Rissbildung
Durch unterschiedlich schnelles Schwinden von Holz reißt dieses in Längsrichtung. Bei Blockhäusern kann die Rissbildung nach außen hin verringert werden, indem kerngetrenntes Holz verwendet wird (siehe Kerntrennung). Je dicker ein Balken ist, je mehr neigt er zum Reißen.
Rohrisolierung
Siehe Dämmung.
Rolladenkasten
Oberhalb der Fenster auf oder in Außenwand gebauter Kasten, der den Rolladen aufnimmt. Besonders in Süddeutschland verbreitet um Gefahr von Kältebrücken zu vermeiden.
Rollschicht
Mauersteinschicht, deren Steine auf ihrer längeren Schmalseite verlegt sind.
S
Schalldämmung
Siehe Dämmung.
Schalung
Bretter zur Verkleidung von Dachstühlen oder als Unterkonstruktion, sägerauh bzw. ungehobelt. Auch Form aus Brettern oder Formteilen, in die Betonmasse eingefüllt wird. Wird nach dem Erhärten des Betons wieder entfernt, bleibt unter Umständen aber auch sitzen (verlorene Schalung).
Scherentreppe
Bodentreppe aus Metall, deren Holme scherenartig gelagert sind und die zusammengeschoben extrem wenig Platz benötigt..
Schichtstoffplatte
Extrem strapazierfähige Formplatte, bei der eine sehr widerstandsfähige Kunststoff-Deckschicht unlösbar mit einer hoch verdichteten Spanplatte verpreßt ist. Verwendung als Arbeitsplatte in Küchen oder als Fensterbank.
Schornsteinaufsatz
Schützt den Schornstein vor ungünstigen Wettereinflüssen, sorgt für intensiven, konstanten Auftrieb im Schornstein. Aus Beton oder Metall als Abschluss des Schornsteinkopfes.
Schornsteinkopf
Der Teil des Schornsteins, der von außen sichtbar auf dem Dach sitzt und gemeinhin als „Schornstein“ bezeichnet wird. Aus besonders widerstandsfähigem, frostbeständigem Material, z. B. Vormauerziegeln, Klinkern oder Kalksand-Vollsteinen. Zum Schornstein gehören aber außer dem Kopf auch innenliegende Lüftungs- und Abgasrohre.
Schweißbahn
Dachbahn mit besonders dicker Bitumenschicht und Einlagen aus Glasvlies, Glasgewebe oder Polyestervlies. Wird während des Verlegens durch Hitzeeinwirkung verschweißt, um absolute Dichtigkeit zu erreichen, z. B. an Gauben.
Schwimmender Estrich
Siehe Estrich.
Schwinden
Verringerung der Materialstärke durch Austrocknung oder Kälte. Bei Holz entlang der Jahresringe, kaum in Längsrichtung. Siehe Rissbildung.
Skelettbauweise
Bauweise, bei der die Tragkonstruktion aus Holz-, Stahl- oder Betonstützen oder -balken besteht und die Wände durch nichttragende Ausfachungen gebildet werden.
Spachtelmasse
Masse, mit der Unebenheiten an Balken oder Wänden ausgeglichen werden, um einen glatten Untergrund für die nachfolgende Oberflächenbehandlung (Anstriche, Fliesen, Tapeten etc.) zu schaffen.
Sparren
Von der Traufe zum First verlaufende Balken oder Träger des Dachstuhls. Die Sparren tragen die Dachhaut (Tondachziegel, Betondachsteine, Schiefer, Wellplatten, Dachplatten und dergleichen).
Ständerwerk
Holzbalken die senkrecht in einer Wand angeordnet sind. Bei Blockhäusern früher ohne tragende Funktion, sondern nur zur Verringerung der Verwindung der Außenbalken. Heute als tragendes Ständerwerk, das stärker dimensioniert die gesamte Dachlast aufnimmt. Damit werden die Blockbohlen zur vorgehängten Wandverkleidung.
Steildachdämmung
Siehe Dämmung.
Steingut
Feinkeramisches Erzeugnis mit porösen Scherben, wird unter anderem für Fliesen verwendet. Grundsätzlich glasiert.
Steinzeug
Besonders harte keramische Produkte. Als Fliesen glasiert oder unglasiert verwendbar, meist auch im Außenbereich, da frostfest. Sehr strapazierfähig.
Stoßfuge
Senkrechte Mauerwerksfuge.
Sturz
Tragende, obere Fenster- oder Türbegrenzung in geschwungener oder gerader Form. Ist notwendig, um Wandbereiche oberhalb eines Ausschnittes abzustützen. Bei Blockhäusern auch umlaufendes Rähmholz.
Taupunkt
Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Wenn sich warme, feuchte Luft vom wärmeren Zimmer in der Isolierung oder an kälteren Fensterscheiben abkühlt, wird dort der Sättigungspunkt erreicht bzw. kann die Luft die Feuchtigkeit nicht mehr halten und die Feuchtigkeit schlägt sich als Tau tropfenförmig nieder, die Scheibe beschlägt. Da Dämmmaterial in feuchtem Zustand einen Teil seiner Wirkung einbüßt, muss es durch eine Dampfsperre geschützt werden.
Tondachziegel
Siehe Dachziegel.
Transportbeton
In Betonwerken oder auf der Fahrt gemischter Beton, der durch mit Drehtrommeln bestückte Spezialfahrzeuge an der Baustelle fertig angeliefert wird.
Traufe
Unteres, waagerechtes Ende einer geneigten Dachfläche. Hier wird die Regenrinne angebracht.
Trennwand- und Deckendämmung
Siehe Dämmung.
Trittschalldämmung
Maßnahmen, die eine Schallübertragung, insbesondere den Körperschall, der sich durch die Bauteile fortsetzt, möglichst unterbinden soll. Das erreicht man dadurch, dass die eigentliche begangene Fläche nicht direkt mit dem Baukörper verbunden, sondern durch speziell dafür vorgesehenes Dämmmaterial vom tragenden Untergrund (Betondecke, Balkenlage) getrennt wird.
Trocken-Unterboden
Estrichform, bei der im Gegensatz zum Zement-, Asphalt- oder Fließestrich mit trockenen Elementen, also Platten aus unterschiedlichen Materialien, gearbeitet wird. Aufbau aus Einzelkomponenten (Trittschalldämmung plus lose aufgelegte Platten) oder als Verbundplatten, bei denen Dämmung und Nutzschicht fest miteinander verbunden sind.
U
Umleimer
Kantenschutz an Spanplatten o.ä. aus einer angeklebten (geleimten) Holz-, Kunststoff- oder Funierleiste.
Unterboden
Bodenschicht, meist mit Isolierung unter dem Fußbodenbelag.
Unterspannbahn
Mit einer netzartig verstärkten Einlage versehene Folie für die Verlegung unter der Dachdeckung: zum Schutz vor dem Eindringen von Flugschnee. Überwiegend dampfdiffusionsoffen zur Ableitung von Kondenswasser nach außen.
V
Vakuumimprägnierung
Wird empfohlen bei Hölzern, die im Außenbereich verwendet werden. Durch ein Vakuumverfahren, wird dem Holz in einem Unterdruckkessel die eigene Feuchtigkeit entzogen und durch lösen des Unterdruckes Imprägniermittel zugeführt. Teures, aber sehr wirkungsvolles Verfahren.
Verblender
Mauersteine oder Keramikplatten, die zur Verblendung von Außenwänden genutzt werden.
Verbundplatte
Mehrschichtplatte, die aus einer Gipskarton- oder Gipsfaserplatte und einer zusätzlich aufkaschierten Schall- und Wärmedämmschicht besteht.
Verdichten
Verkleinern der Hohlräume oder Verdrängen der Luft durch manuelles oder maschinelles Rütteln, Stampfen oder Rühren. Z.B. müssen für eine Pflasterung vorbereitete Kies- oder Sandschichten verdichtet werden, um ein nachträgliches Absacken des Untergrunds zu vermeiden.
Versottung
Niederschlag von aggressiver Schwefelsäure und Ruß an der Schornsteininnenwand. Entsteht durch die Verbindung von Feuchtigkeit, z.B. bei ungenügender Wärmedämmung und dem in Abgasen enthaltenen Schwefeldioxyd.
Verwindung
Verdrehen eines Balkens um die Längsachse. Natürliches Verhalten von Holz. Wird bei Fassaden durch Verschraubung mit einem Ständerwerk verhindert. Problem der Verwindung steigt mit der Holzdicke, da große Kräfte auftreten.
Vollwärmeschutzsystem
Siehe Dämmung.
Vormauerwerk
Die äußere Mauer bei der heute in Norddeutschland weit verbreiteten zweischaligen Außenwand von Gebäuden (Vormauer/Luftschicht und/oder Dämmstoff/Hintermauer).
Vorsatzschale
Auf einer Unterkonstruktion vor der Wand montierte Gipskarton- oder Gipsfaserplatten.
W
Wärmebrücke
Bauteil mit höherer Wärmeleitfähigkeit (siehe K-Wert) als die umgebenden Baustoffe, z.B. Stahlteil, durchlaufender Beton, ungedämmte Mörtelfuge. Über diese Bauteile fließt die Wärme zur Kälte hin ab. Das erhöht nicht nur die Heizkosten, sondern ist durch mögliche Kondenswasserbildung auch schädlich für die Bausubstanz. Vermeidung von Wärmebrücken durch sorgfältige Wärmedämmung unter besonderer Berücksichtigung der gefährdeten Stellen. Siehe Taupunkt.
Wärmebedarfsausweis
Die Wärmeschutzverordnung (WSVO) fordert den Wärmebedarfsausweis. Er gehört mit zum Bauantrag. Der umfangreiche Ausweis muß den Jahresheizwärmebedarf des betreffenden Hauses "ausweisen" (daher der Name). Dieser Bedarf darf den in der WSVO vorgegebenen maximalen zulässigen Heizwärmebedarf nicht überschreiten. Um diesen Wert einzuhalten, müssen die verschiedenen Baustoffe und die Stärke und Ausführung der Dämmung berechnet werden. Der Wärmebedarfsausweis findet sich meist als Teil der Statikberechnungen des Hauses.
Wärmedämmung
Siehe Dämmung.
Wärmeleitfähigkeitsgruppe
Gibt den Höchstwert der Wärmeleitfähigkeit für Dämmstoffe an. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung. Je nach Gruppe ergeben sich so unterschiedlich gute Werte bei gleicher Schichtdicke bzw. der Dämmstoff kann bei gleicher Wirkung unterschiedlich dick gewählt werden. Siehe K-Wert.
Wärmeleitzahl
Siehe K-Wert.
Waschbeton
An der Oberfläche des Betons werden vor dem Enthärten Zement und feinere Zuschlagstoffe mit einer Bürste und Wasser ausgewaschen, dadurch ergibt sich eine Kieseloberfläche.
Wendelung
Bogenförmiger Treppenverlauf.
WSVO
Wärmeschutzverordnung. Siehe Wärmebedarfsausweis. Bis 01.07.1999 wurden Häuser, deren rechnerischer Wärmebedarf um mehr als 25% unterhalb der WSVO-Werte liegen, als Niedrigenergiehaus besonders gefördert.
Z
Zarge
Ins Mauerwerk oder Ständerwerk eingesetzter Holz-, Stahl- oder Kunststoffrahmen für Türen oder Fenster.
Zementestrich
Estrich mit hoher Druckfestigkeit.
ZK-Tür
Tür deren Blatt aus verzinktem Stahl besteht, das zusätzlich lackiert oder mit Kunststoff beschichtet sein kann.
Zusatzstoff
Hydraulischer Zusatz für Beton, z.B. Trass, Betonit oder Farben, um die Eigenschaften, das Aussehen oder das Verhalten zu verändern.
Zuschlagstoff
Inhaltsstoff von z.B. Beton oder Mörtel, aus natürlichen oder künstlichen Gesteinskörnungen.





